Virtual & Augmented Reality in einem Freizeitpark - The Efteling Way
Für die einen ist der Hype schon vorbei, die anderen springen gerade erst auf auf den Trend, vor allem ihre Achterbahn-Oldies mit VR-Brillen auszustatten. Ob damit der Erlebniswert einer Achterbahn steigt, hängt wohl vor allem von der Qualität des Films ab und dem persönlichen Empfinden der Fahrgäste.
Ich zum Beispiel habe dank meiner Fehlsichtigkeit und einer Hornhautverkrümmung schon im privaten Rahmen wenig Freude an der künstlichen Realität und natürlich würde ich in jedem Fall eine gute physische Thematisierung einer von einem PC berechneten bevorzugen. Nicht ganz ohne Grund bin ich großer Fan der detailreichen magischen Welt voller Wunder im beschaulichen Kaatsheuvel.
Doch selbst in Efteling findet man inzwischen ein VR-Angebot. Eines allerdings, dass sich grundlegend von allen anderen dieser Angebote in Freizeitparks unterscheidet. Zum einen, weil es sich eigentlich nur an einen kleinen Teil der Besucher wendet, zum anderen, weil es die Technik viel sinnvoller nutzt. Zielgruppe sind hier Besucher, die aufgrund einer Gehbehinderung auf den Rollstuhl angewiesen sind und daher Eftelings wohl beliebteste Attraktion "Droomvlucht" mit ihren hängenden Fahrgondeln nicht nutzen können.
Dank Virtual Reality können auch sie jetzt eine Flug durch die Traumwelt von Elfen, Trollen und Waldgeistern erleben und an Himmelsburgen und Planetenstädten vorbeischweben. Dank der Brille haben sie dabei das gleiche Sichtfeld, dass sie auch in der Gondel hätten und was diesen Einsatz der Technik noch besser macht: sie sind dabei per Headset mit ihrer Begleitung verbunden, die tatsächlich die Fahrt in der Gondel macht.
Film und Fahrt sind dabei aufeinander abgestimmt, so dass beide, in der Gondel und um Raum für das VR-Erlebnis, miteinander gemeinsam die Fahrt erleben und die vielen Details der Szenen entdecken können. Ein beeindurckender Einsatz dieser modernen Technik, der im Sinne der Teilhabe (da haben Parks in den Niederlanden unseren hier in Deutschland eh vieles voraus) einen großen Gewinn darstellt. Das Konzept ist im Nachhinein betrachtet eigentlich nur logisch, dennoch findet man noch immer mehr VR-Achterbahnen als solche Angebote in Freizeitparks.
Generell muss man Efteling eine lange Tradition in der Entwicklung und Verwendung neuester Technik zugestehen. Schon seit den den 50er Jahren, seit seiner Gründung, war der Park dank innovativer Ideengeber und einer äußerst begabten Technikabteilung immer am Puls der Zeit, vielleicht manchmal sogar ein bisschen voraus. Angefangen zum Beispiel mit dem Märchen vom roten Papagei, in dem ein Bandrekorder sechs Sekunden die Stimme der Besucher aufnahm und sie dann leicht beschleunigt und damit dem krächzen eines sprechenden Papageis ähnlich in 5 Sekunden wieder abspielte. Heute sicher kein "Wunder", 1952 allerdings für die Bescuher wirklich beeindruckend.
Neben vielen technischen Entwicklungen innerhalb des Märchenwaldes, der ja die eigentliche Keimzelle des heute größten Freizeitparks der Niederlande darstellt, wäre hier noch das Spukschloss zu nennen, dessen Szenerie mit all ihren Bewegungen und Figuren durch einen vom damaligen Leiter des technischen Dienstes im Park selbst gebauten und programmierten Computer zum Leben erwachen. Das geschah im Jahr 1978, nicht ganz ein Jahr nachdem Steve Jobs, Steve Wosniak und Ronald Wayne in einer Garage den ersten PC zusamengebastelt hatten.
Man könnte noch auf so viele Dinge hinweisen, wie den auf einem Teppich fliegenden Fakir, das Nockenscheibensystem, das im Darkride (Themenfahrt) 140 Animatronics bewegt oder die Nutzung von Wärmetauschern, Erdwärme/-kühlung und Solarenergie, Dinge also, die eher unsichtbar bleiben für den durchschnittlichen Besucher.
Wenn man aber mit offenen Augen durch den Park geht, dann begegnen einem noch zwei "Wunder" der Technik. Spätestens seit Pokemon Go! haben die meisten Menschen, etwas von augmented Reality gehört, der Wiedergabe künstlich erzeugter Inhalte in ein Bild der tatsächlichen Umgebung. Und auch hier hat Efteling eine Umsetzung gefunden, die geradezu magisch ist. Am Ufer des kleinen Sees im Park steht an einem sonst eher ruhigen Weg entlang des Ufers seit einiger Zeit ein Fernrohr, mit dem man das gegenüberliegende Ufer betrachten, die Boote der Gondoletta über das Wasser gleiten oder die Pagode in den Himmel schweben sehen kann. Doch durch das Fernglas sieht man noch etwas mehr, denn wer ein bisschen nach oben in den Himmel schwenkt, der sieht plötzlich Drachen durch die Luft fliegen.
Und auch im Märchenwald findet sich abseits der eigentlichen Märchen ein sprechender Baum, der (sofern man sein Smartphone mit der Efteling-App in der Hosentasche trägt und der Nutzung seiner Daten darin zugestimmt hat) den Besucher namentlich begrüßt und in ein Gespräch verwickelt. Hat man seine persönlichen Daten nicht freigegeben, oder sein Smartphone gar nicht dabei (soll tatsächlich heutzutage noch vorkommen, auch wenn man sich das fast gar nicht vorstellen kann), dann plappert der knarzige Baum auch so vor sich hin und man vergisst schnell, dass es doch eigentlich nur Technik ist, die da hinter einem künstlichen Gesicht auf der echten Rinde eines lebendigen Baumes sitzt.
Da aber in jedem Fall die Technik nicht sofort zu entdecken ist, schafft es der Park, seine Besucher damit zu überraschen. Und man muss kein Kind mehr sein (vielleicht nur im Herzen jung geblieben), um sich von diesem Erlebnis verzaubern zu lassen.
Ich zum Beispiel habe dank meiner Fehlsichtigkeit und einer Hornhautverkrümmung schon im privaten Rahmen wenig Freude an der künstlichen Realität und natürlich würde ich in jedem Fall eine gute physische Thematisierung einer von einem PC berechneten bevorzugen. Nicht ganz ohne Grund bin ich großer Fan der detailreichen magischen Welt voller Wunder im beschaulichen Kaatsheuvel.
Doch selbst in Efteling findet man inzwischen ein VR-Angebot. Eines allerdings, dass sich grundlegend von allen anderen dieser Angebote in Freizeitparks unterscheidet. Zum einen, weil es sich eigentlich nur an einen kleinen Teil der Besucher wendet, zum anderen, weil es die Technik viel sinnvoller nutzt. Zielgruppe sind hier Besucher, die aufgrund einer Gehbehinderung auf den Rollstuhl angewiesen sind und daher Eftelings wohl beliebteste Attraktion "Droomvlucht" mit ihren hängenden Fahrgondeln nicht nutzen können.
Dank Virtual Reality können auch sie jetzt eine Flug durch die Traumwelt von Elfen, Trollen und Waldgeistern erleben und an Himmelsburgen und Planetenstädten vorbeischweben. Dank der Brille haben sie dabei das gleiche Sichtfeld, dass sie auch in der Gondel hätten und was diesen Einsatz der Technik noch besser macht: sie sind dabei per Headset mit ihrer Begleitung verbunden, die tatsächlich die Fahrt in der Gondel macht.
Film und Fahrt sind dabei aufeinander abgestimmt, so dass beide, in der Gondel und um Raum für das VR-Erlebnis, miteinander gemeinsam die Fahrt erleben und die vielen Details der Szenen entdecken können. Ein beeindurckender Einsatz dieser modernen Technik, der im Sinne der Teilhabe (da haben Parks in den Niederlanden unseren hier in Deutschland eh vieles voraus) einen großen Gewinn darstellt. Das Konzept ist im Nachhinein betrachtet eigentlich nur logisch, dennoch findet man noch immer mehr VR-Achterbahnen als solche Angebote in Freizeitparks.
Generell muss man Efteling eine lange Tradition in der Entwicklung und Verwendung neuester Technik zugestehen. Schon seit den den 50er Jahren, seit seiner Gründung, war der Park dank innovativer Ideengeber und einer äußerst begabten Technikabteilung immer am Puls der Zeit, vielleicht manchmal sogar ein bisschen voraus. Angefangen zum Beispiel mit dem Märchen vom roten Papagei, in dem ein Bandrekorder sechs Sekunden die Stimme der Besucher aufnahm und sie dann leicht beschleunigt und damit dem krächzen eines sprechenden Papageis ähnlich in 5 Sekunden wieder abspielte. Heute sicher kein "Wunder", 1952 allerdings für die Bescuher wirklich beeindruckend.
Neben vielen technischen Entwicklungen innerhalb des Märchenwaldes, der ja die eigentliche Keimzelle des heute größten Freizeitparks der Niederlande darstellt, wäre hier noch das Spukschloss zu nennen, dessen Szenerie mit all ihren Bewegungen und Figuren durch einen vom damaligen Leiter des technischen Dienstes im Park selbst gebauten und programmierten Computer zum Leben erwachen. Das geschah im Jahr 1978, nicht ganz ein Jahr nachdem Steve Jobs, Steve Wosniak und Ronald Wayne in einer Garage den ersten PC zusamengebastelt hatten.
Man könnte noch auf so viele Dinge hinweisen, wie den auf einem Teppich fliegenden Fakir, das Nockenscheibensystem, das im Darkride (Themenfahrt) 140 Animatronics bewegt oder die Nutzung von Wärmetauschern, Erdwärme/-kühlung und Solarenergie, Dinge also, die eher unsichtbar bleiben für den durchschnittlichen Besucher.
Wenn man aber mit offenen Augen durch den Park geht, dann begegnen einem noch zwei "Wunder" der Technik. Spätestens seit Pokemon Go! haben die meisten Menschen, etwas von augmented Reality gehört, der Wiedergabe künstlich erzeugter Inhalte in ein Bild der tatsächlichen Umgebung. Und auch hier hat Efteling eine Umsetzung gefunden, die geradezu magisch ist. Am Ufer des kleinen Sees im Park steht an einem sonst eher ruhigen Weg entlang des Ufers seit einiger Zeit ein Fernrohr, mit dem man das gegenüberliegende Ufer betrachten, die Boote der Gondoletta über das Wasser gleiten oder die Pagode in den Himmel schweben sehen kann. Doch durch das Fernglas sieht man noch etwas mehr, denn wer ein bisschen nach oben in den Himmel schwenkt, der sieht plötzlich Drachen durch die Luft fliegen.
Und auch im Märchenwald findet sich abseits der eigentlichen Märchen ein sprechender Baum, der (sofern man sein Smartphone mit der Efteling-App in der Hosentasche trägt und der Nutzung seiner Daten darin zugestimmt hat) den Besucher namentlich begrüßt und in ein Gespräch verwickelt. Hat man seine persönlichen Daten nicht freigegeben, oder sein Smartphone gar nicht dabei (soll tatsächlich heutzutage noch vorkommen, auch wenn man sich das fast gar nicht vorstellen kann), dann plappert der knarzige Baum auch so vor sich hin und man vergisst schnell, dass es doch eigentlich nur Technik ist, die da hinter einem künstlichen Gesicht auf der echten Rinde eines lebendigen Baumes sitzt.
Da aber in jedem Fall die Technik nicht sofort zu entdecken ist, schafft es der Park, seine Besucher damit zu überraschen. Und man muss kein Kind mehr sein (vielleicht nur im Herzen jung geblieben), um sich von diesem Erlebnis verzaubern zu lassen.
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