Unpopuläre Meinungen: woran eine eigentlich perfekte Geschichte scheitert - Klugheim (Phantasialand)
Klugheim ist ohne
Zweifel eine der beeindruckendsten Themenwelten, die je erschaffen
wurden und Taron ganz sicher ein beeindruckender Coaster, dennoch
scheitert die ganze Verknüpfung von Attraktion und Themenbereich an
mangelnder Umsetzung der Geschichte.
Zitat aus dem Phantasialand-Magazin zu Taron und Klugheim:
Hm... wenn das die Geschichte hinter Taron ist, warum passiert dann nichts davon in Klugheim? Wo sind die Geysire? Wo sind die aufflackernden Laternen, wenn der Zug an ihnen vorbeirauscht? Wo sind die Maschinen, die sich in Bewegung setzen, wenn der Zug ihnen Energie bringt? Warum werden die Steingewichte am Kranturm nicht nach oben gezogen oder nach unten gelassen, während Taron sie umkreist? Wo sind die kleinen Hinweise auf diese Geschichte entlang der Bahn geblieben?
Für mich fehlt nach dieser Geschichte eine Menge an Action in Klugheim. Schon angefangen bei Launch Nummer 1: nach dieser Storyline gehört parallel zum Launch eine lange klapprige Röhre, die kurz vor dem Start der Bahn aus kleinen Lecks Dampf austreten lässt, anfängt zu fauchen, zu klappern, sich zu bewegen, um dann mit einem heftigen Dampfstoß aus ihren vielen kleinen Rostlöchern den Zug beschleunigen zu lassen. Das wäre die Perfekte Illusion der Umsetzung des heißen vulkanischen Dampfes in die Energie des Zuges! Hat man aber irgendwie vergessen.
Weiter geht es entlang der Strecke: wann immer sie in Reichweite der anderen Besucher in Klugheim kommt, müssten eigentlich die nächstliegenden Laternen plötzlich für einen kurzen Moment heller strahlen, das Windrad müsste sich schneller drehen, der Kranturm seine Gewichte heben und senken, überall in Klugheim müssten sich Räder drehen und Dinge bewegen. Man müsste die Energie spüren, die der Zug mit sich bringt, man müsste sie sehen!
Bei Launch Nummer 2 hätte ich mir eine direktere Umsetzung gewünscht, also keine Rohre, sondern tatsächlich aufsteigenden Dampf und eigentlich müsste der Zug komplett in einer Nebelwand verschwinden, bevor er den Wasserfall nach oben klettert. Die pure Energie der Erde. Und ja, perfekt wäre es, wenn es da unten auch wärmer wäre, vulkanisch heiß. Das ließe sich schon mit einem Halogenstrahler erreichen, der im Nebel und Dampf versteckt ist.
Auch in der Q wäre es toll, wenn es ein oder zwei kleinere Geysire gäbe, die bei der Vorbeifahrt des Zuges eine Dampf- und Wasserfontäne in die Luft stoßen. Außerdem fehlen da auch Schwefelbecken aus denen der Dampf wabert und die im Halbdunkel geheimnisvoll schillern. Ein oder zwei "alte" Geräteentwürfe, die dort abgestellt wurden und eigentlich nach Schrott aussehen, aber dann doch noch einmal kurz zum Leben erwachen, wenn Taron über die Köpfe der Besucher hinwegrauscht.
Man hat in Klugheim eine fantastische Welt geschaffen, doch man ist vollkommen daran gescheitert, die eigene Storyline zu Taron tatsächlich zum Leben zu erwecken. Und nein, ein "die meisten interessiert die Geschichte doch gar nicht" lasse ich hier einfach nicht gelten. Das Problem ist nämlich, dass die meisten die Geschichte gar nicht kennen. Und am Themengebiet oder auch nur an Taron ist sie leider in keinster Weise abzulesen.
Wäre Klugheim ein Aufsatz, müsste der Lehrer eigentlich drunterschreiben: "Du hast eine sehr schöne Geschichte geschrieben, leider hast du das Thema verfehlt." Idee sehr gut, Umsetzung eher mangelhaft.
Zitat aus dem Phantasialand-Magazin zu Taron und Klugheim:
Zitat
Tief ins Erdreich mussten die Klugheimer vordringen, bis es passierte: Kochendes Wasser schoss plötzlich mit gewaltiger Wucht aus dem Boden! Hier war sie, die pulsierende Urkraft der Erde, die sie so leidenschaftlich gesucht hatten. Eifrig spürten sie weitere Stellen auf, an denen sie die Kraft der Natur entfesseln konnten, und kreierten unzählige aktive Geysire. Die schlauen Forscher hatten nämlich eine Technik entwickelt, mit der sie die Hitze der Wasserfontänen in großen Ballons aus Schweinehaut auffangen und verwerten konnten. Und so bauten sie ihre Häuser direkt über den Geysiren und versetzten mit deren heißer Luft die Räder ihrer Apparaturen in Bewegung – die Klugheimer entwickelten die erste Dampfmaschine!
Damit aber diese großartige Erfindung nicht nur vereinzelten Bewohnern das Leben erleichterte, musste ein Weg gefunden werden, das ganze Dorf mit der Kraft des Dampfes zu versorgen. Sie brauchten ein Transportsystem für die Lebensenergie Klugheims. Und so experimentierten die genialen Erfinder mit viel Mut und Kreativität, um die gewaltigen Naturmächte zu bündeln und weiterzugeben – mit Erfolg: Einfallsreiche Klugheimer entwickelten einen mächtigen Zug, der die Kraft des Dampfes in voller Fahrt verteilen konnte!
In unermüdlicher Arbeit entstand daraufhin ein schier endloses Schienenknäuel, auf dem dieses Gefährt durch Häuser und Felsen hindurchschießen konnte. Hoch hinaus und in tiefe Abgründe, immer mit voller Kraft. Und jedes Mal, wenn seine Bahn ein Haus kreuzte, nahmen innovative Apparaturen darin die durchschießende Energie auf und brachten die Räder Klugheims in Bewegung. Für die Mühlen und Stahlhämmer, für die Beleuchtung, für die Maschinen im Dorf – für ein leichteres Leben!
Hm... wenn das die Geschichte hinter Taron ist, warum passiert dann nichts davon in Klugheim? Wo sind die Geysire? Wo sind die aufflackernden Laternen, wenn der Zug an ihnen vorbeirauscht? Wo sind die Maschinen, die sich in Bewegung setzen, wenn der Zug ihnen Energie bringt? Warum werden die Steingewichte am Kranturm nicht nach oben gezogen oder nach unten gelassen, während Taron sie umkreist? Wo sind die kleinen Hinweise auf diese Geschichte entlang der Bahn geblieben?
Für mich fehlt nach dieser Geschichte eine Menge an Action in Klugheim. Schon angefangen bei Launch Nummer 1: nach dieser Storyline gehört parallel zum Launch eine lange klapprige Röhre, die kurz vor dem Start der Bahn aus kleinen Lecks Dampf austreten lässt, anfängt zu fauchen, zu klappern, sich zu bewegen, um dann mit einem heftigen Dampfstoß aus ihren vielen kleinen Rostlöchern den Zug beschleunigen zu lassen. Das wäre die Perfekte Illusion der Umsetzung des heißen vulkanischen Dampfes in die Energie des Zuges! Hat man aber irgendwie vergessen.
Weiter geht es entlang der Strecke: wann immer sie in Reichweite der anderen Besucher in Klugheim kommt, müssten eigentlich die nächstliegenden Laternen plötzlich für einen kurzen Moment heller strahlen, das Windrad müsste sich schneller drehen, der Kranturm seine Gewichte heben und senken, überall in Klugheim müssten sich Räder drehen und Dinge bewegen. Man müsste die Energie spüren, die der Zug mit sich bringt, man müsste sie sehen!
Bei Launch Nummer 2 hätte ich mir eine direktere Umsetzung gewünscht, also keine Rohre, sondern tatsächlich aufsteigenden Dampf und eigentlich müsste der Zug komplett in einer Nebelwand verschwinden, bevor er den Wasserfall nach oben klettert. Die pure Energie der Erde. Und ja, perfekt wäre es, wenn es da unten auch wärmer wäre, vulkanisch heiß. Das ließe sich schon mit einem Halogenstrahler erreichen, der im Nebel und Dampf versteckt ist.
Auch in der Q wäre es toll, wenn es ein oder zwei kleinere Geysire gäbe, die bei der Vorbeifahrt des Zuges eine Dampf- und Wasserfontäne in die Luft stoßen. Außerdem fehlen da auch Schwefelbecken aus denen der Dampf wabert und die im Halbdunkel geheimnisvoll schillern. Ein oder zwei "alte" Geräteentwürfe, die dort abgestellt wurden und eigentlich nach Schrott aussehen, aber dann doch noch einmal kurz zum Leben erwachen, wenn Taron über die Köpfe der Besucher hinwegrauscht.
Man hat in Klugheim eine fantastische Welt geschaffen, doch man ist vollkommen daran gescheitert, die eigene Storyline zu Taron tatsächlich zum Leben zu erwecken. Und nein, ein "die meisten interessiert die Geschichte doch gar nicht" lasse ich hier einfach nicht gelten. Das Problem ist nämlich, dass die meisten die Geschichte gar nicht kennen. Und am Themengebiet oder auch nur an Taron ist sie leider in keinster Weise abzulesen.
Wäre Klugheim ein Aufsatz, müsste der Lehrer eigentlich drunterschreiben: "Du hast eine sehr schöne Geschichte geschrieben, leider hast du das Thema verfehlt." Idee sehr gut, Umsetzung eher mangelhaft.
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